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Interne Kommunikation in der Covid-19 Krise

Interne Kommunikation in der Covid-19 Krise

Geschäftsführer

Mit Beginn der Kontakt-Beschränkungen haben viele Unternehmen ihre MitarbeiterInnen nahezu unvorbereitet und oft zum ersten Mal ins Homeoffice geschickt. Für die meisten Unternehmen und MitarbeiterInnen eine große Herausforderung – auch und insbesondere bei der internen Kommunikation.

Phil Read, Senior Vice President Human Resources bei Tetra Pak bringt die Philosophie einer funktionierenden internen Kommunikation in der Corona-Krise ganz einfach auf den Punkt: People first. Das bedeutet bei Tetra Pak, nicht nur die Gesundheit aller MitarbeiterInnen zu schützen, sondern auch mit jedem einzelnen der über 25.000 MitarbeiterInnen in über 160 Ländern zuverlässig in Verbindung zu bleiben.

 

Die People first-Strategie von Tetra Pak ist ein gutes Beispiel dafür, wie MitarbeiterInnen als Menschen mit ganz individuellen Problemen, Bedürfnissen und auch Ängsten verstanden werden müssen und sie in dieser Krise nicht nur technisch und strukturell, sondern auch emotional und wertschätzend unterstützt werden sollten.

 

MitarbeiterInnen brauchen neben transparenter Information zur aktuellen Lage auch Bewertung und Perspektive, vielleicht auch Hoffnung. Unternehmen müssen in der jetzigen Phase daher unbedingt Haltung zeigen und diese auch kommunizieren. Das ermöglicht den MitarbeiterInnen Orientierung, schafft Sicherheit, Vertrauen und stabilisiert die gesamte Organisation.

 

Bei aller gebotenen Umsicht ist jetzt allerdings auch die richtige Zeit für mutige Innovationen. Nicht immer können die vorhandenen Formate aufrecht erhalten werden, nicht immer können Medien und Kommunikations-Tools abteilungssübergreifend eingesetzt werden. Jetzt sind Offenheit gegenüber Neuem und eine hohe Dialogbereitschaft gefragt. Dabei kann es sinnvoll sein, auch neue Dinge auszuprobieren. Kreative, auch improvisierte Kommunikationsformate wie z. B. die Bereitstellung unstrukturierter, digitaler Austauschräume für das kollegiale Miteinander können den Zusammenhalt der MitarbeiterInnen unterstützen. Auch die Ansprache kann in dieser Zeit durchaus variieren. Etwas Lockerheit und ab und zu auch etwas Humor können die Situation erleichtern und dem möglichen “Lagerkoller” im Homeoffice entgegenwirken.

 

Auch wenn neue Kommunikations-Tools derzeit schnell eingeführt und installiert sind, sollten sie trotzdem mit Bedacht ausgewählt werden. Die Werkzeuge müssen nicht nur zur technischen Infrastruktur, sondern insbesondere zur Unternehmenskultur passen. Das Spektrum ist breit und reicht von Content-Hubs und Corporate Blogs über Livestreams bis hin zu einfachen E-Mails oder persönlichen Telefongesprächen. Die wichtigste Anforderung für alle Formate und Kanäle bleibt: Die MitarbeiterInnen müssen erreicht werden. Vor allem emotional.

 

Jetzt das richtige Tool  oder das passende Formate zu wählen, den richtigen Ton zu treffen oder die richtigen Botschaften zu senden, ist übrigens keine Frage der Unternehmensgröße, sondern der Veränderungsbereitschaft einer Organisation. Diese Krise bietet nämlich auch die Chance, Covid-19 als Beschleuniger für längst fällige Anpassungsmaßnahmen in der internen Kommunikation zu nutzen. Das betrifft natürlich auch die Unternehmen, bei denen Homeoffice oder Remote Working schon seit langem zum gewohnten Alltag gehören.

 

Denn völlig unabhängig von Covid-19, Homeoffice oder agilen und dezentralen Prozessen: Die interne Kommunikation muss die MitarbeiterInnen erreichen und wertschätzen.

In guten wie in schlechten Zeiten: People first.

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