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Top 10 Designtrends 2018 (10 — 06) FWO

Top 10 Designtrends 2018 (10 — 06) FWO

Designer

Alle Jahre wieder: Alles new, alles anders, alles beim Alten, alles wieder wie früher, alles wieder bunt, aber nicht zu bunt, vielleicht neon, aber besser. Hauptsache different, aber gern mit dem Feeling von früher, Nostalgie ist viel wert, Emotionen sind auch ok, aber not too much, von Feelings her. Bloß nicht in etwas verlaufen, Jugendsprache zum Beispiel, aber Verläufe, die sind geil und so schön youth-friendly. Das verstehen jetzt alle, aber hoffentlich nicht alle, soll ja edgy sein! Aber bloß nicht zu sehr, dann gibt’s noch ’nen Shitstorm, aber bad publicity ist immer noch good publicity oder nicht? To snap oder too snap?

Zum Glück hat das alles nicht wirklich etwas mit den Top 10 Designtrends 2018 zu tun. (Alle sagen das …) Deswegen:

#10 – Color of the Year

Nur mal so vorweg: Pantone ist toll. Aber noch viel toller sind solche Sätze, die so heroisch, unsinnig aneinander gereiht und gleichzeitig so impactful der kreativen Szene eine Szene machen, dass wir in der Future nur noch an One Color for Everyone denken und CMYK nur noch eine Graustufe von gestern ist.

„Originell und fantasievoll: Der durchdachte und dramatisch provokante Lilaton PANTONE 18-3838 Ultra Violet drückt Originalität, Einfallsreichtum und zukunftsweisendes visionäres Denken aus.“

Sagt zumindest Pantone. Und um bereits im Januar die Farbe des Jahres zu bestimmen (nichtmal zu prophezeien), dafür muss man schon so zukunftsweisend und visionär denken wie Pantone. Oder sie haben Biffs Color Almanach. So oder so, kauft und gestaltet ab jetzt alles in Li… ich meine Ultra Violet, weil das so schön dramatisch provokant ist.

#09 — Neon! Everything is so Neon!

Photo by Ash Edmonds on Unsplash

Die 80s haben angerufen und gesagt, dass Verläufe ihre Idee waren und wir bloß nicht aufhören sollten, Blade Runner als visuelle Notlösung für alles zu benutzen. Diesen Anruf haben wir 2017 noch teilweise auf eine Mailbox umgeleitet, aber langsam müssen wir rangehen. In diesem Jahr ist Neon das neue Schwarz (natürlich neben Ultra Violet).

Warum und wieso? Ganz einfach, die 80s (zu Recht) und 90s (zum Teil) sind auch 2018 die größten Inspirationsquellen. Das wirkt wunderbar futuristisch und fällt endlich mal auf. Endlich sind Dunkelheit und Farbe vereint und ein dunkler bis schwarzer Hintergrund (den lieben Designer nämlich) wirkt nicht mehr so traurig oder bedrohlich.

Egal ob Illustration, Editorial, Web oder Fotografie. Mit Neon oder leuchtend aggressiven Farbverläufen liegt man dieses Jahr nicht falsch.

#08 — Brutalism. BRUUUTALIIISSMM!

Via awwwards

Bruta… What? Angelehnt an einen Architekturstil der 60er- und 80er-Jahre (die schon wieder) bricht der Brutalism (oder Brutalismus) mit der größten Designregel überhaupt und schlägt eine verwirrende und in-your-face-mäßige visuelle Brücke zur Kunst.

Design follows function“ gibt es hier nicht mehr. Design ist alles und vor allem anders und anders bedeutet irgendwas zwischen hässlich, innovativ, neu und alt. Hauptsache anders: Design is the only function.

Websites, die aussehen, als wären sie aus den 90ern, mit großen sich drehenden @-Zeichen, Systemschriften, anstrengenden bis unsinnigen Animationen, riesigem Mousecursor, Farben und Mustern, die so 90er sind, verformter und falscher Typographie, GIFs und noch mehr GIFs und Emojis bis du nur noch Äffchen und 100 Flammen siehst. Ein Anti-Trend, der zum Trend wird.

Klingt komisch, ist auch so. Aber macht Sinn. Nicht nur, weil man vielleicht auffallen will in dem ganzen Einheitsbrei aus Grids und Minimalismus, sondern, weil es einfach mal wieder etwas anderes ist.

07 — Illustrationen (nein wirklich!)

Sie waren nie wirklich tot. Aber in Zeiten unendlich vieler Stockseiten, die Kraut und Rüben als Dumpingpreis-Vectordateien verkaufen und es immer einfacher wird, alles mit einer Googlesuche à la „xxxxxx icon“ zu finden, da schleicht sie sich langsam wieder hinter dem Vorhang hervor: die Illustration.

Custom-made ist hier das Stichwort. Viel zu oft stellt man sich als Designer oder auch als Kunde die Frage: Wie soll ich das alles in einem Bild erzählen? Antwort: gar nicht. Eine Illustration kann das in den meisten Fällen viel besser und ist trotzdem emotional.

Illustration? Das ist so kindisch, das ist ja so gar nicht seriös.

Sicher ist, Illustrationen können viel mehr Informationen vermitteln, als ein Bild das könnte. Infografiken werden immer wichtiger und interessanter. Die Angst, dass Illustrationen kindisch wirken könnten, hört man nur all zu oft. Müssen sie nicht, aber selbst wenn, ist das falsch? Und wie wäre es mit kindlich anstatt kindisch?

Via Kotaku

Werfen wir doch mal einen Blick nach Japan: Hier wird schon seit Ewigkeiten illustrativ kommuniziert und das von Behörden und großen Unternehmen. Die „Emotionalität“, die bei uns in Deutschland so oft durch Bilder vermittelt wird, wird hier durch absichtlich niedliche Charaktere ersetzt. Das macht Sinn: Ein netter kleiner Bauarbeiter, der mir sagt, ich darf hier nicht rein, ist für alle verständlicher und vor allem netter, als ein emotional totes „Stop“-Schild. Aber bis wir dahinkommen, dauert es wohl noch ein bisschen.

#06 — Type goes BOLD

90 / 60 / 90 oder am besten noch viel dünner und graziler, aber trotzdem schön groß. Das war der Typo-Trend in den letzten Jahren. Skinnybitch condensed light mit einem Hauch italic. Weniger ist mehr …

 Das ist over!

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